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Wohngruppenkonzept

Ansprechpartner

Frau
Andrea Lehnert
Pflegedienstleitung

Tel: 05425 955 113
a.lehnert(at)drk-haus-ravensberg.de

Am Blömkenberg 1
33829 Borgholzhausen

Wohngruppen

In unseren Wohngruppen soll die Tages- und Lebensgestaltung möglichst frei sein von heimtypischen Organisationsstrukturen sein. Das Leben wird bestimmt durch die Bedürfnisse und Wünsche unserer BewohnerInnen nach  Kleinräumigkeit, Vertrautheit, Kommunikation, Aktivität und menschlicher Nähe. Der Tagesablauf wird nicht durch die Organisation der Pflegetätigkeiten bestimmt, sondern orientiert sich am gewohnten Alltag unserer BewohnerInnen. An allen Aktivitäten wie den hauswirtschaftlichen Angeboten wie dem Kochen, Tischdecken, Essen, Spülen, Waschen und Falten von Wäsche, werden unsere BewohnerInnen entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Möglichkeiten soweit wie möglich mit einbezogen. Dadurch werden Erinnerungen geweckt und verloren gegangene Fähigkeiten z.B. durch  bekannte Geräusche und Gerüche in der Küche, dem Weinen beim  Zwiebelschneiden, das Anfühlen und Riechen von frischer Wäsche, der Gesang eines Kanarienvogels, der Lieblingsschlager im Radio, oder durch das Erbstück aus der alten Wohnung…usw. neu belebt.

Einen Großteil des Tages verbringen unsere BewohnerInnen gemeinsam mit den Mitbewohnerinnen in der Wohnküche ihrer Wohngruppe oder in den Tagesräumen und in den Wintergärtenden. Mindestens eine Mitarbeiterin ist durchgehend zur Begleitung und Betreuung „vor Ort“.                       

Darüber hinaus werden fördernde Angebote wie z.B. Gedächtnistraining, zeitungsrunde und je nach Neigung und Interessen kulturelle Angebote gemacht und jahreszeitlich orientierte Feste durchgeführt. Auch diese Angebote werden fast ausschließlich in der Gruppe gemeinsam gestaltet.

Häuslichkeit

Für eine alltagsnahe Wohnumgebung ist für uns die Gestaltung der Zimmer und Flure mit eigenen Möbeln von großer Bedeutung. Über die Gestaltung mit vertrauten Gegenständen sollen unsere BewohnerInnen wichtige Erinnerungs- und Orientierungspunkte erhalten, welche ihr Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit stärkt.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Zimmer mit eigenen Möbeln und Erinnerungsstücken gestaltet werden können. Die Farbgebung der Wände kann individuell und jeweils nach den Wünschen der BewohnerInnen, bzw. der Angehörigen oder Betreuerinnen gestaltet werden. Wir stellen Mobiliar wie, Pflegebett, Schrank, Nachtschrank, Stuhl, Tisch und Sessel, sowie Lampen zur Verfügung, welches auf Wunsch durch eigenes Mobiliar ausgetauscht oder ergänzt werden kann.

Unter den genannten wohnlichen Aspekten sind alle Gemeinschafträume in den Wohngruppen unter Mitwirkung der Bewohnerinnen unterschiedlich und funktional gestaltet worden.  Für eine gute Funktionalität der Wohnküchen ist es wichtig, die Wohnküchen neben den Präsenzkräften auch für die Bewohnerinnen und Angehörigen, sowie für ehrenamtliche Helferinnen gut zugänglich und nutzbar zu machen. In den Wohnküchen werden die Morgen- und Abendmahlzeiten von den Präsenzkräften zubereitet. Einmal wöchentlich wird in den Wohnküchen gemeinsam das Mittagessen gekocht. An den übrigen Tagen kommt das Mittagessen aus unserer Hauptküche. Auf Wunsch der Bewohnerinnen werden ihnen die Mahlzeiten bei Krankheit und/oder pflegerischer Notwendigkeit im Zimmer serviert. Jede Bewohnerin kann  sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihrer Wünsche mehr oder weniger aktiv an der „Küchenarbeit“ beteiligen. Die Hilfen von Angehörigen / Ehrenamtlichen werden hier ausdrücklich begrüßt.

Die Essenszeiten orientieren sich an allgemein üblichen bzw. den Bewohnerinnen gewohnten  Zeiten.

Das bedeutet, dass wir den BewohnerInnen entsprechend ihrer Essgewohnheiten und ihrem Lebensrhythmus angepasst ermöglichen wollen, die Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Familiäre Kontakte und Angehörige

Wenn pflegebedürftige alte Menschen in unserer Einrichtung einziehen, erleben sie den Wechsel in eine neue Lebenswelt häufig krisenhaft. Umso wichtiger erscheint es uns, dass die Familienangehörigen und bisherigen Betreuungspersonen uns in der wichtigen Integrationsphase ihre Unterstützung anbieten, um den Wechsel in unser Haus zu erleichtern.

Auch danach bleiben die Familienangehörigen bzw. die bisherigen Betreuungspersonen wichtige Kontaktpersonen, die wir uns als enge Kooperationspartner für die gemeinsame Gestaltung des Alltags in unseren Wohngruppen wünschen.

Wir wollen die Erfahrungen der Angehörigen nutzen, die oftmals aufgrund ihrer langen und intensiven Pflege und Betreuung die Befindlichkeiten ihrer Angehörigen durch erkennen von Gestik, Mimik, Haltung und Stimme sehr genau einschätzen können. Daher nehmen sie eine zentrale Rolle, z. B. bei der Informationsweitergabe für eine individuelle und vor allem für eine bedarfsgerechte Pflegeplanung ein.

Aufgrund der häufig jahrelangen Pflege wurden die Angehörigen gewissermaßen zu „Experten“.

Im Sinne einer biographisch orientierten ganzheitlichen Betreuung der Bewohnerinnen, möchten wir dieses erworbene „Know how“ sinnvoll nutzen.

Für die gute Zusammenarbeit mit den  Angehörigen sind uns folgende Grundsätze wichtig:

  • Wir pflegen eine freundliche, humorvolle, offene und respektvolle Haltung gegenüber den Angehörigen als Teil unserer Wohngruppen,
  • Wir pflegen einen regen Informationsaustausch,
  • Angehörige arbeiten auf Wunsch gleichberechtigt in der Pflege und Betreuung mit,
  • eingebrachte Leistungen, Kritik und Anregungen  von Angehörigen betrachten wir als wertvoll und gewinnbringend und wissen sie zu schätzen und zu würdigen,
  • Angehörige erhalten Informationen, Beratung und Unterstützung durch unsere Mitarbeiterinnen, z.B. in sozialrechtlichen und pflegerischen Fragestellungen,
  • Wir begleiten Angehörige auch in persönlich schwierigen Situationen, z.B. Abschiednehmen, Schmerzen und Trauer

Wir freuen uns, wenn Angehörige nach dem Tod ihres Angehörigen weiterhin mit den Wohngruppen in Verbindung bleiben, z.B. als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen